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Denkmäler für Rockstars

Eigentlich haben sich unsere Rocklegenden durch ihre Musik schon unvergessen gemacht. Doch einigen wurden auch wahre Denkmäler erbaut. Ob in Australien, Bulgarien oder auf Kuba –sie hinterlassen überall ihre Spuren. Auf der ganzen Welt gibt es Orte des Rock, zu denen die Fans pilgern können, wenn sie sich ihren Idolen nah fühlen wollen.
Hier könnt Ihr Euch die Denkmäler der Rocklegenden anschauen:

Elvis Presley

Elvis Presley prägte den Rock 'n' Roll entscheidend mit und inspirierte damit unzählige Musiker. Auch lange nach seinem Tod, kann man ihn an den wichtigsten Orten seiner Karriere besuchen.
In Memphis begann seine Laufbahn als Musiker und hier wurde auch eine der ersten Elvis Statuen veröffentlicht. Natürlich darf Elvis in Las Vegas auch nicht fehlen. In der „Stadt der Sünden“ trat er so oft auf, dass er den Beinamen „King of Las Vegas“ erhielt. Und zuletzt wurde 2007 dem King of Rock ’n’ Roll eine Statue auf Hawaii aufgestellt. Dort gab Elvis 1973 sein „Aloha from Hawaii“-Konzert. Es war das erste Konzert, das via Satellit in über 40 Länder ausgestrahlt wurde.

Bon Scott

Anfang 2018 bekam der AC/DC-Frontmann Bon Scott seine dritte Statue. Das gute Stück befindet sich in einer Hauswand in der AC/DC-Lane im australischen Melbourne. Weitere Verkörperungen Scotts findet man in Fremantle, der australischen Stadt wo er aufwuchs, und in seiner schottischen Heimat Kirriemuir. In Fremantle steht er als Bronzestatue am Hafen und singt in sein Mikro, in Schottland streckt er sein Mikro in die Luft und hält einen Dudelsack unter dem Arm. 

John Lennon

Lässig sitzt er auf einer Bank in seinem Park in Havana. Die Kubanische Stadt widmete John Lennon nicht nur einen eigenen Park, sondern auch eine Statue darin. Fans können sich neben den ehemaligen Beatle setzten und Tagträumen. Passend dazu ist für die aufmerksamen Besucher auch am Boden ein Zitat aus dem Song „Imagine“ versteckt: „You may say I'm a dreamer, but I'm not the only one.

Beatles

Wo sollten die Beatles zu finden sein, wenn nicht in Liverpool? Neben der Penny Lane kann man in der Heimatstadt der Fab Four auch ihre Statuen bewundern. Der berühmte "Cavern Club", eine Rock-Bar, wollte den Fans einen Ort geben, an dem sie ihre Idole feiern können. So wurde 2015 das Denkmal der vier Musiker enthüllt. Die Statuen sind äußerst detailliert: So hält John Lennon beispielsweise zwei Eicheln in der Hand – ein Symbol für die von Lennon und Yoko Ono für die Friedensbewegung gepflanzten Eichen. Die wachsenden Bäume sollten ihren Wunsch nach Frieden repräsentieren.

Johnny Ramone

Der Ramones-Gitarrist Johnny Ramone – bürgerlich John Cummings - verstarb 2004 an Krebs. Doch nicht ohne sich vorher noch darum zu kümmern, dass nach seinem Tod eine Statue von ihm auf seinem Grab bis in alle Ewigkeit weiter rocken würde. Bei der Zeremonie 2005 auf dem Hollywood Forever Cemetery in L.A. waren alte Freunden wie Bandkollege Tommy Ramone, Pearl Jam-Frontmann Eddie Vedder, Red Hot Chili Peppers-Mitglied Anthony Kiedis und Nicolas Cage sowie tausende Fans dabei.

Phil Lynott

In Dublin gibt es einen besonderen Ort des Rocks – und zwar findet man vor dem Bruxelle Club den „ersten irischen Rockstar“ Phil Lynott in Bronze verewigt. Der in Dublin aufgewachsene Thin Lizzy-Frontmann wurde auch „The Ace With the Bass“ genannt und starb 1986 an einer Überdosis. 2005 wurde seine Statue eingeweiht. Bei der Zeremonie waren seine Mutter sowie einige ehemalige Bandmitglieder dabei.

Jimi Hendrix

Jimi Hendrix, der Gitarren-Gott, in cooler Rockstarpose – das findet man nur in Seattle.
Seine Heimatstadt widmete der Rock-Legende 1997 die Bronzestatue. Hendrix wurde vor allem durch seinen Auftritt auf den Woodstock Festival 1969 weltbekannt, bei dem er seine legendäre "Star-Spangled Banner"-Version auf der Gitarre spielte. Hendrix ist zusammen mit Janis Joplin, Jim Morrison und Kurt Cobain Mitglied im Klub 27 – diese Musiker starben alle im Alter von 27 Jahren.

Chuck Berry

In St. Louis, der Heimat von Chuck Berry, gibt es neben einem Museum über den Musiker – gleich nebenan steht Berry und spielt seine Gitarre. Der Gitarrist war nicht nur ein Pionier der Rock'n'Roll, sondern auch der Erfinder des „Duckwalks“. Und in genau dieser Pose „läuft“ die Berry-Statue seit 2011 durch St. Louis. Der „Duckwalk“ inspirierte AC/DC-Gitarrist Angus Young zu seinem prägnanten Bühnen-Move, der bis heute Teil seiner Live-Auftritte ist.

Freddie Mercury

Der Queen-Frontmann Freddie Mercury gilt bis heute als musikalischen Vorbild für viele Musiker auf der ganzen Welt. Nachdem er 1991 an den Folgen seiner AIDS-Erkrankung starb, wurde seine Asche auf dem Genfer See verstreut. Der Musiker war nach einem Konzert in Montreux so begeistert von der Stadt, dass er sich dazu entschied, dort hinzuziehen.
Das letzte Queen-Album „Made in Heaven“ wurde in seinem Studio in Montrreux aufgenommen und nach seinem Tod von seinen Bandkllegen fertiggestellt. Also ist es nicht verwunderlich, dass in der Lieblingsstadt Freddie Mercurys auch seine Statue steht – die geballte Faust in die Luft gestreckt mit Blick auf den Genfer See. 

Kurt Cobain

Eigentlich sind Denkmäler bei Fans beliebt, denn sie bieten ihnen einen Ort, an dem sie ihrer Idole gemeinsam gedenken können. Doch bei Kurt Cobains Statue ist das etwas ganz anderes.
Das Denkmal der Grunge-Legende steht in seiner Heimatstadt Aberdeen (Washington) und ist seit Jahren Grund für Diskussionen. Fans fragen sich, wieso man Kurt ein Denkmal in seiner von ihm gehassten Heimatstadt errichten sollte. Dazu kommt noch: Der Statue läuft eine dicke Träne über das Gesicht. Wollen wir den Nirvana-Sänger so in Erinnerung halten? – die Kritik einiger Fans ist daher angebracht.

Johnny Cash

Der "Man in Black" hat 2019 sein eigenes Denkmal bekommen - und zwar in Memphis. Die fast 5,5 Meter hohe Statue wurde neben der Kirche aufgestellt, in der er 1954 sein ersten Konzert mit Marshall Grant und Luther, den Tennessee Two, spielte. 

Doch es gab auch Pläne, eine Statue auf dem Johnny-Cash-Trail in Folsom aufzustellen. Im Januar 1968 spielte Johnny Cash in dem kalifornischen Gefängnis Folsom Prison zwei Konzerte, deren Aufnahmen auf dem Album "At Folsom Prison" veröffentlicht wurden, das auf Platz 1 der Country-Charts landete. Die Auftritte vor den Gefängnisinsassen gelten bis heute als legendär und formten sein Outlaw-Image entscheidend mit.

Lemmy Kilmister

Wo könnte eine Lemmy Statue stehen? Natürlich nur in seiner Lieblingsbar in Hollywood, dem Rainbow Bar&Grill.
Lemmy verbrachte den größten Teil seiner Freizeit gerne dort und trank das ein oder andere Glas Whiskey-Cola. Seit 2016 leistet die Bronze Statue statt dem echten Lemmy den Besuchern der Bar nun Gesellschaft.
Wem die Reise nach Hollywood zu weit ist, muss dieses Jahr nur ins norddeutsche Wacken fahren. Denn dort findet man eine exakte Nachbildung der Lieblingsbar des Motörhead-Frontmannes. Der Wacken-Organisator sagte dazu: „Lemmy stand nicht auf Denkmäler, aber auf diese Kneipe. Es ist eine Ehrung, die man Jahr für Jahr mit Leben füllen kann.“

David Bowie

Die erste und einzige David Bowie Statue findet man im englischen Aylesbury. Dort soll Bowie angeblich im Musikclub "Friars" seine ersten Auftritte gehabt haben. Nach dem Tod des Musiker 2016 plante ein Bürger der Stadt die Errichtung des Denkmals. Im Frühjahr 2018 war es dann endlich soweit – die Statue konnte enthüllt werden. Ein rockiger Zusatz: Von 9 Uhr bis 21 Uhr spielt das Denkmal zu jeder vollen Stunde einen Bowie-Song.

Ronnie James Dio

Das Denkmal der Metal-Legende ist seit 2010 in Bulgarien zu finden. Der damalige Bürgermeister der Stadt Karvana ist selbst großer Metal-Fan und wollte Ronnie James Dio, einem seiner Idole, ein Denkmal erbauen. Da passte es ganz gut, dass die Stadt sowie so einen „Walk of Rock“ plant, der durch den Stadtpark führen soll. Hier kann man nun die Rockröhre auf einem Stein bewundern.

>>> Die Statue in voller Pracht