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The Clash: Fakten über ihr Album "London Calling"

Am 14. Dezember 1979 erblickte das legendäre Doppelalbum "London Calling" von The Clash das Licht der Welt.

Ende der 70er galten The Clash neben den Ramones, den Sex Pistols, den Stooges und der Patti Smith Group als eine der wichtigsten Punkbands. In ihrer kurzen, nur 10-jährigen Karriere, erspielten sich The Clash neben "London Calling" auch mit Titel wie "Should I Stay Or Should I Go", "Rock the Casbah", "I Fought the Law" oder "Train in Vain" den Legendenstatus, der bis heute anhält. 
"London Calling" ist das dritte Studioalbum von The Clash, die sich erst drei Jahre zuvor in London gründeten – und am 04. Juli desselben Jahres ihr erstes Konzert als Vorgruppe der Sex Pistols spielten.
Schon wenige Jahre später verlieren sich die Mitglieder in heftigen Streitigkeiten, sodass The Clash 1985 das Ende der Band beschlossen und sich 1986 offiziell auflöst.

The Clash - London Calling
The Clash - London Calling

Harte Fakten:

"London Calling"

Veröffentlichung: 14.12.1979

Besetzung: 

  • Gesang, Rhytmusgitarre, Piano: Joe Strummer
  • Gitarre, Gesang, Piano: Mick Jones
  • Bass, Gesang: Paul Simonon
  • Schlagzeug, Perkussion: Nicky "Topper" Headon

Angeberwissen:

  • Das Cover von "London Calling" zeigt Bassist Paul Simonon dabei zu sehen, wie er sein Fender Bass auf der Bühne zertrümmert. Das Bild wurde am 20.09.1979 bei einem Gig im New Yorker Palladium aufgenommen. Simonon war so frustriert über die Konzertbesucher, dass er seinen Bass zerschlug. Letztendlich wurde das von Pennie Smith geschossene Foto für das Cover gewählt. Interessant ist hierbei die Farbgebung des Titels "London Calling". Hierbei handelt es sich um eine Hommage an die erste LP von Elvis Presley. Sowohl der Schriftzug, als auch das in schwarz-weiß gehaltene Bild ähneln dem des LP-Covers des King of Rock. 
     
  • Das Album schaffte es auf Platz 8 der Liste der 500 besten Alben aller Zeiten des Musikmagazins Rolling Stone. 
  • Für "London Calling" bedienten sich The Clash auch bei Genres außerhalb des Punk und fanden Gefallen an Reggae, Rockabilly oder sogar Lounge Jazz. Vor den Aufnahmen zum Album tourten The Clash nämlich mit Blues-Künstlern wie Bo Diddley, Country-Star Joe Ely oder der Rockabilly Band The Cramps durch die USA.

  • London Calling" war ein Protest gegen die immer lauter werdende “Punk Police”, sogenannte Punk Puristen, die alles kritisierten, das nicht nach purem Punk klang. The Clash vertraten die Meinung, Punkrock sei die Freiheit, machen zu können, was man wolle. 
  • Die Lyrics auf der Platte blieben jedoch typisch für die Punk Szene: Verdrängung, Arbeitslosigkeit, Rassenkonflikte, Drogenmissbrauch und die Verantwortungen im Erwachsenenleben

  • Die Vorarbeiten zur Platte wurde in nur 3 Monaten fertiggestellt und das, obwohl die Band im Clinche mit ihrer Plattenfirma lag und die beiden Songwriter Joe Strummer und Mick Jones aufgrund einer schweren Schreibblockade knapp ein Jahr lang keinen neuen Song verfasst hatten. Ausgelöst wurde diese Schreibblockade durch die Nachwehen der Trennung von ihrem bisherigen Manager Bernard Rhodes: The Clash mussten ihren geliebten Proberaum in Camden Town verlassen und in die im Viertel Pimlico gelegenen Vanilla Studios umziehen. 

  • Joe Strummer und Mick Jones verfassten die meisten Songtexte und Arrangement, die später auf London Calling veröffentlicht wurden, in der Wohnung von Jones Mutter. 
  • Um mit den Arbeiten an "London Calling" voranzukommen, eigneten sich The Clash einen geregelten und disziplinierten Tagesablauf an. Auf Songwriting- und Probesessions folgte am Nachmittag ein Fußballspiel, danach ging es auf ein paar Bierchen in den Pub, um dann erneut zu proben.

     

Textkunde: The Clash mit "London Calling"

hier bekommt Ihr alle Hintergrundinfos zum Titeltrack des Albums! 

BOB_The Clash_16-9
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  • The Clash nahmen "London Calling" in den Wessex Studios in London auf und engagierten für ihr Vorhaben den exzentrische, aber alkoholabhängigen Produzenten Guy Stevens. Dieser verfolgte das Ziel, ein Maximum an Emotionen bei den Aufnahmen einzufangen. Er motivierte die The Clash-Mitglieder mit wildem Herumspringen, warf Leitern nach ihnen oder arrangierte die Möbel wild im Studio, um eine Rock 'n' Roll-Atmosphäre zu erzeugen.  

  • Die ungewöhnlichen Methoden schienen gefruchtet zu haben, denn The Clash nahmen das gesamte Material in knapp 6 Wochen auf. Nicht selten verbrachten sie 18 Stunden am Tag im Studio. 
     
  • "Train In Vain", der finale TItel des Albums, sollte eigentlich ein Hidden Track sein, der erst durch eine Promoaktion mit dem Musikmagazin NME enthüllt werden sollte. Da der Deal platzte, wurde er schließlich doch zur normalen Tracklist hinzugefügt.
     
  • Die Idee zum Song "Lost in the Supermarket" kam Strummer, als er sich vorstellte, wie es für Mick Jones gewesen sein muss, in einem Keller-Apartment gemeinsam mit seiner Mutter und Großmutter aufzuwachsen.