40 Jahre Punk

40 Jahre Punk

Alle wichtigen Ereignisse 

Wer als Punk bezeichnet wurde, galt als ‘das Allerletzte’. Mit diesem Wort wurden unter anderem Prostituierte, Obdachlose und Kleinkriminelle beschimpft. Die Jugend machte sich dies zum Lebensmotto – als Gegensatz zu der, zu dieser Zeit überall zu findenden, Hippiebewegung.
Punk gilt seit je her als Inbegriff einer rebellischen und provokanten Jugendkultur. Es ist eben nicht nur eine Musikrichtung, sonder eine Attitude, eine Lebenseinstellung, eine bestimmte Haltung zur Gesellschaft, der Politik und dem Establishment.
Die Vorläufer von Punk sind in den USA und dort vor allem in New York zu finden.

Mitte der 1970er: Die Vorreiter des Punk

Von den Stooges, deren Sänger Iggy Pop heute gelegentlich als „Godfather des Punk“ bezeichnet wird, über The Velvet Undeground,  bis Patti Smith mit ihrem 1975er Album "Horses".  Diese Proto-Punk-Helden ebneten den Weg für den uns heute bekannten Punk

 

Tommy Ramone: "1973 wusste ich: was gebraucht wird, ist reiner Rock ’n’ Roll ohne Bullshit.“. Nur ein Jahr später sollte ihm dies gelingen. 

1974 - "Ramones" gründen sich/Geburtsstunde des Punk

Joey Ramone: „Als wir im März ’74 begannen [aufzutreten], geschah das, weil die Bands, die wir liebten, der Rock ’n’ Roll, den wir kannten, verschwunden waren. Wir spielten Musik für uns selbst.”

1974 fand die Punk-Bewegung mit den Ramones, deren schneller und einfacher Sound die Musik-Welt aufhorchen ließ,  ihre erste große Band. Sie schafften damit unbewusst eine neue Musikrichtung und den Prototyp des späteren  Punk
 

1975: Das erste Konzert der Sex Pistols

06.11.1975, St. Martin’s College of Art: Die Londoner Band Sex Pistols spielt ihr erstes Konzert, auf welches noch viele skandalöse Gigs folgen sollten. So beschimpfen sie beispielsweise ihre Fans. Ihr Konzert war zwar schon nach zwanzig Minuten zu Ende, jedoch sollte diese Band mit ihren fragwürdigen Auftritten dem Genre des Punk noch viel mehr Aufmerksamkeit verschaffen. Die Punk-Bewegung nahm mehr und mehr Fahrt auf.

1977: The Year of Punk

Das Jahr in dem der Punk explodierte und unser Grund, um 40 Jahre Punk zu feiern!

 

Nach einem Interview am 01. Dezember 1976, in dem Johnny Rotten und Steve Jones von den Sex Pistols den Moderator beschimpften, gab es nicht nur einen großen Skandal um die Band; die Musikrichtung, die sie vertreten, bekam damit auch große mediale Aufmerksamkeit. Die im Dezember `76 geplante Tour wurde abgesagt, weil Behörden sich um die Jugend sorgte, doch dies konnte den Aufstieg des Punk nicht verhindern, im Gegenteil: Mit Beginn des Jahres 1977 wurde der Punk zum gesellschaftlichen "Problem". Eltern wollten ihre Kinder vor der wilden Musik und der verdorbenen Sprache schützen, während die Jugend sich von Magazinen diktieren ließ, was sie als Punker anzuziehen hatten. Die Welle, die los getreten wurde, konnte von niemandem mehr aufgehalten werden.

Am 01. Januar 1977 eröffnet der „Roxy Club“ in London und gab den Punk-Bands, die kaum irgendwo spielen durften, ein Zuhause. Die späteren Helden des Genre, The Clash, spielen an diesem Tag ein ohrenbetäubendes Konzert, schlagen dabei fast alles zusammen und werden von ihren Fans gefeiert. Nach diesem Konzert zählten sie zu den gefragtesten Bands der Szene. Die Bewegung lehnt sich nicht nur gegen die Gesellschaft und das Establishment auf, sondern beginnt auch damit die Vertreter des Mainstream-Rock abzulehnen. So proklamieren The Clash: „No Elvis, Beatles or The Rolling Stones 1977“.

Zeitgleich in den USA: Viele Bands nehmen sich die Sex Pistols als Vorbild und spielen schnellen, harten Punksound.

Ende 1970er: Die ersten deutschen Punkbands

1977 gab es bereits die ersten deutschen Punkbands. Male und  Mittagspause aus Düsseldorf. Diese Bands orientierten sich jedoch noch stark an den englischen Vorbildern. Der 1979 gegründete Mittagpause-Nachfolger Fehlfarben gilt als eine der wichtigsten deutschen Punkbands dieser Zeit.

1980er: Spaltung der Szene

In den 1980er Jahren verbreitete sich der Punk auf der ganzen Welt und formierte Szenen auf fast allen Kontinenten. Gleichzeitig spaltete sich die Szene auf und entwickelte neue musikalische Richtungen. Es entstanden zum Beispiel Streetpunk und Hardcore. Der Punk wurde ernsthafter, aggressiver, aber auch politischer. Initiatoren des Hardcore-Punks waren beispielsweise Bands wie Dead Kennedys und Bad Brains.

In dem 1980ern wurden dennoch viele der noch heute wichtigen Punkbands gegründet. Unter anderem entstanden zu dieser Zeit Minor Threat, NOFX und Bad Religion und Bands wie Social Distortion und The Misfits erleben ihre erfolgreichste Phase. 

1982: Deutscher Punk/ Die Ärzte und Die Toten Hosen

1982 wurde mit den Die Toten Hosen die deutschsprachige Punkszene revolutioniert.
Auch die Die Ärzte, die ziemlich jede Subkategorie des Punk repräsentieren, werden in jenem Jahr gegründet, trennen sich aber 1988 und feiern 1993 ihre Reunion. Bis heute gehören beide Bands zu den erfolgreichsten in der deutschen Musikszene. Parallel dazu lassen Bands wie The Offspring, Deftones und NOFX den Punk in den USA erfolgreicher werden und verpassen ihm weitere Facetten. 

1990er: Revival des Punk

Insgesamt erfuhr das Genre ‘Deutschpunk’ einen Aufwind durch zahlreiche Bandneugründungen, nachdem die Szene in den Jahren zuvor sehr vom US-Hardcore geprägt wurde.
Eine Band, die maßgeblich für das Wiederaufleben des Punks steht, ist die Band Green Day. Sie wird die kommerziell erfolgreichste Punkband der Zeit. 

2000er: Kommerzialisierung

Auch am rebellischen Punk geht die Kommerzialisierung nicht vorbei. So entwickelt sich vor allen Dingen in der Modewelt der Trend des Punk: Modeketten verkaufen Nietengürtel, Teenager zerschneiden ihre Kleidung. Auch Urpunkbands verfallen dem Kommerz und verkaufen beispielsweise teure Band T-Shirts.

Mitte der 2000er – Weitere Subgenre des Punk bilden sich

Mit den Jahren entstehen noch mehr Subgenre im Punk: Skatepunk, Elektropunk und Emopunk; die Musik wird melodiöser. Die Subgenre bekommen neue Vertreter und Bands wie blink-182Funeral for a Friend, Rise Against, Sum 41 oder My Chemical Romance sind auf dem Vormarsch. 

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